Hallo leute!

Meine Beziehung mit William Hill, neuer Versuch

William Hill

Hallo Leute, schön, dass ihr wieder auf monika-ana.de seid, dem Blog, der sich um mein chaotisches Leben dreht. Hier findet ihr alle Neuigkeiten aus meinem Leben und Dinge, die mich gerade bewegen. Mein heutiger Beitrag handelt von meinem Freund namens William Hill. Ich bin schon seit ein paar Jahren mit William Hill zusammen, dies aber nicht durchgehend. Es ist mehr so eine On-Off-Beziehung. Letztens haben wir uns aber wieder einmal angenähert und ich hoffe, dass es diesmal länger funktioniert.

Wer ist William Hill und wie habe ich ihn kennengelernt? Er ist 33 Jahre alt und ich habe ihn vor fünf Jahren auf der Universität zum ersten Mal getroffen. Er hat das Gleiche wie ich studiert, war aber ein Jahrgang älter, sodass wir zwar oft im selben Gebäude waren, jedoch fast nie dieselben Veranstaltungen besucht haben. Manchmal saß ich am Nachmittag, wenn die Veranstaltungen zu Ende waren, im Pausenraum meiner Fakultät. Das war ein kleiner Raum neben dem Eingangsbereich, der mit alten Sofas gefüllt war. Jeder konnte dort sein altes Sofa und seine alten Sessel vorbei bringen. So konnte er mit den alten Möbeln noch etwas Gutes tun. Jedenfalls saß ich dort öfters und habe verschiedene Dinge gemacht. Meistens habe ich den vergangenen Tag auf der Universität reflektiert. Ich habe überlegt, was gut war und was schlecht. Dann habe ich mir ausgedacht, wie ich die schlechten Dinge hätte besser machen können. Ich empfehle euch diese Übung, sie ist echt sehr nützlich und hilfreich, um mehr Erfolg im Leben zu haben. Manchmal habe ich aber auch meine Uni-Aufgaben dort gemacht oder mich einfach mit meinen Kommilitonen unterhalten.

William HillIn diesem Pausenraum hat sich auch öfters William Hill aufgehalten. Ich bin mit ihm öfters ins Gespräch gekommen und wir haben uns prächtig über die eine oder andere Sache unterhalten. Es wurde dabei viel gelacht. Oft saßen nur wir zwei in diesem Raum, denn er war bei den anderen Studenten nicht gerade sehr beliebt bzw. bekannt. Wir hatten also etwas gemeinsam und waren irgendwie der gleiche Typ. Mit der Zeit sind wir uns dann näher gekommen und das mündete dann im ersten Kuss, der, wie soll es anders sein, in diesem Pausenraum passierte!

Eins hat dann zum anderen geführt und wir waren ein Paar. Wir haben uns gegenseitig bei Unisachen unterstützt. Ich lud ihn oft zu mir ein, denn ich wohnte nur ein paar Meter von der Universität entfernt. Der Weg war sehr schön, durch ein kleines Waldstück führte er direkt in meine Straße. Bei mir haben wir dann zum Beispiel gekocht, ferngesehen, rumgesessen und andere Dinge gemacht. Es war eine tolle Zeit, die ich nicht missen möchte.

Nach ein paar weiteren Monaten

Meine Beziehung mit William Hill, neuer Versuch 

William HillIrgendwann jedoch, so nach etwa fünf Monaten, meinte William Hill, dass er Zeit für sich allein braucht und er sich zu bedrängt fühlte. Wir haben uns gestritten und es war keine einfache Situation für uns. Seinen Wunsch habe ich respektiert und wir haben uns sozusagen vorerst getrennt. Nichtsdestotrotz waren wir aber immer noch freundschaftlich miteinander verbunden und es gab keine großen verletzten Gefühle.

Nach ein paar weiteren Monaten dann sind wir wieder zusammengekommen. Wir waren beide zufällig auf derselben Party. Es war eine Hausparty eines Kollegen, der sie zum vorläufigen Abschied von uns gab. Er reiste am nächsten Tag nach Spanien, um dort sein Auslandssemester zu absolvieren und wollte sich auf diese Weise noch einmal von uns allen verabschieden. Auf der Party waren bestimmt 60 Leute und das Besondere ist, dass es nicht mal ein Haus war, sondern eine ganz normale Studentenbude mit vielleicht 40 qm! Ich frage mich bis heute, wie wir alle dort rein gepasst haben. Auf dieser Party sind William Hill und ich uns dann wieder zwangsläufig etwas näher gekommen und wir waren wieder für ein paar Monate zusammen. Dann ging das gleiche Spiel wieder von vorne los, aber diesmal war ich es, die Zeit brauchte. William Hill hatte dafür Verständnis, war er doch zuvor in genau der gleichen Situation. Wir haben uns sozusagen also wieder getrennt – zum zweiten Mal.

William HillDiese Trennung liegt nun zwei Monate zurück und ich muss sagen, dass mir die Pause von William Hill nicht unbedingt gut getan hat. Tja, und letzten Mittwoch habe ich den guten alten William Hill mal wieder im Pausenraum gesehen. Wir haben uns nur für ein paar Sekunden angeschaut und wussten gleich, was Sache ist. Wir brachen in Gelächter aus und haben uns umarmt. Eine Chance noch, aber diesmal die letzte! Nun sind wir also wieder zusammen und ich bin sehr glücklich. Ich kann mir eigentlich gar nicht vorstellen, einen anderen Partner als ihn zu haben. Was sind unsere Pläne? Er wird im kommenden Jahr sein Studium beenden und es steht in den Sternen, wo er danach hingeht. Vielleicht bleibt er in der Stadt, vielleicht auch nicht, und womöglich geht er sogar ins Ausland. Alles ist möglich. Und ich muss noch ein Jahr länger warten, bis ich meinen Abschluss habe. Ich hoffe also, dass er zumindest in der näheren Umgebung bleibt, damit wir uns immer besuchen und vielleicht sogar zusammenleben können. Das wäre mein größter Wunsch. Ideal wäre es natürlich, wenn er Arbeit in dieser Stadt finden würde, hier gibt es schließlich genug. Ich bin mir sicher, dass für ihn etwas dabei ist.

Wo auch immer es ihn hin verschlägt: Ich merke, dass ich manchmal zu sehr an die Zukunft denke. Ich muss lernen, mehr die Gegenwart zu genießen, das ist das Wichtigste, denn sie betrifft mich unmittelbar. Und im Moment bin ich sehr glücklich, dass ich wieder mit William Hill zusammen bin.

Ich bin’s wieder!

Ein Spaziergang in der Stadt

William HillHallo Leute, ich bin’s wieder, Monika. Heute gibt es mal wieder einen Beitrag, der sich so gar nicht in die anderen Beiträge auf meinem Blog einzureihen scheint, aber auf der anderen Seite genau deshalb so gut hierher passt. Wenn ihr meinen Blog aufmerksam lest, wisst ihr ja, dass bei mir im Kopf viele Dinge herumgeistern und meine Tage auch verschieden sind. Kein Tag gleicht bei mir dem anderen. Mein heutiger Beitrag handelt von einem Spaziergang, den ich gestern in meiner Stadt gemacht habe. Ich mag Spaziergänge. Dort habe ich Gelegenheit, die Umgebung auf mich wirken zu lassen und in mich zu kehren. Manchmal treffe ich auch auf Menschen, die ich kenne, und führe mit ihnen Gespräche. Es kommt vor, dass ich meine Wohnung um zwei Uhr nachmittags verlasse und erst um sieben Uhr abends wiederkomme. Dabei habe ich kein Ziel vor Augen, wenn ich rausgehe. Ich gehe einfach drauf los und schaue, wo mich der Weg hinführt. Wenn ich mal verloren sein sollte, kann ich immer noch mit dem Bus zurück fahren.

Gestern also stand mal wieder ein solcher Spaziergang an. Schon in meiner Straße habe ich die nette alte Dame von nebenan getroffen und mir ihr ein paar nette Worte ausgetauscht. Sie interessiert sich immer sehr, was ich mache. Ich habe ihr erzählt, dass ich jetzt wieder mit William Hill zusammen bin, was sie sichtlich erfreut hat. Sie meinte zu mir, dass er ein guter Junge ist und ich alles daran setzen sollte, ihn zu behalten. Das habe ich einfach bejaht. Irgendwo hat sie ja auch Recht.

Danach bin ich links auf die Hauptstraße abgebogen und bin durch den Kern meines Ortsteils gegangen. Es ist nur ein kleiner Flecken Erde – gerade mal ein paar Tausend Menschen wohnen hier. Auf der anderen Seite wiederum bringt das auch Vorteile, denn ich bin nicht so anonym hier und treffe hin und wieder mal auf Bekannte. Ich bin an der Bäckerei vorbei gegangen, vor der ich die Verkäuferin getroffen habe, die gerade auf eine neue Lieferung gewartet hat. Ein kurzer Plausch über das heutige Tagesgeschäft und weiter ging ich. Dann kam ich an einem Dönerladen vorbei. Der Döner dort soll wirklich sehr gut sein, aber ich muss zugeben, dass ich dort noch nie etwas gegessen habe. Ich bin mehr so der Typ, der zuhause isst.  Jedes Mal, wenn ich dort entlang gehe, sehe ich den kleinen roten Wagen des Besitzers. Er ist schon niedlich. Also der Wagen, nicht der Besitzer. Auch dieses Mal bin ich nicht in den Laden reingegangen, sondern habe meinen Spaziergang direkt fortgesetzt.

William HillEs ging in eine kleine Parkanlage, die etwas versteckt war. Der Eingang ist nicht so einfach zu finden und er ist auch nirgendwo ausgeschildert. Er befindet sich zwischen einer Bushaltestelle und einer Ansammlung von Müllcontainern. Sicherlich kein schöner Eingang für einen Park, aber es kommt darauf an, was innen zu finden ist. Und innen ist es wirklich sehr schön. Es steht einem eine Vielzahl von Bänken zur Verfügung, auf denen man sich ausruhen und den Tag Revue passieren lassen kann. Das ist eine meiner Lieblingsbeschäftigungen in meinem Stadtteil: Hier in den Park zu kommen und mich auf eine Bank zu setzen, um die Vögel zu beobachten, die hier in einer großen Zahl vorhanden sind. Das hat eine starke, beruhigende Wirkung auf mich und ich genieße die Zeit hier immer sehr, obwohl die Aktivität an sich ja sehr schlicht ist. Und dort saß ich dann auch bis 19 Uhr.